Wohntrend Eklektizismus – Für mehr Vielfalt in der Einrichtung

Wohntrend Eklektizismus – Für mehr Vielfalt in der Einrichtung
Der beliebte Retro-Look, Asia-Style oder doch Shabby-Chic? Sich auf einen Wohntrend beschränken kann ziemlich schwierig sein. Die gute Nachricht ist: Muss man auch gar nicht. „Eklektizismus“ nennt sich der Stil, der einfach das vereint, was gefällt.

Das bunt gemusterte Kissen ist zu hübsch, um ihm keinen Platz in der Sofaecke zu geben? Die minimalistische Kommode ist einfach nur stylisch und das ein oder andere Reiseandenken sollte auch seinen Platz finden. Recht zusammen passen will das alles aber nicht. Wieso eigentlich nicht? So vielfältig, bunt und individuell wie die Bewohner kann doch auch sein Heim sein.

Das Wort „Eklektizismus“ wird dann benutzt, wenn man aus verschiedenen Stilen die besten herauspickt und so einem neuen, eigenen Stil kreiert. Ein Beispiel dafür ist die Architektur um 1900, die die Stile vergangener Epochen neuartig verknüpfte. Im Innendesign bedeutet das vor allem Freiheit und Individualität; Erlaubt ist, was gefällt. So harmoniert die Couch im Boudoirstil mit dem modernen Designerstuhl, orientalische Teppiche mit Edelstahlküchen. Kontraste bei Material, Stil und Farbe sorgen dabei für einen lebendigen Wohnraum, bei dem hinter jedem Detail eine Geschichte steht. Eklektizismus spiegelt das Leben der Bewohner, zeigt Interessen und Vorlieben, von Reisen, und Hobbys.

Für ein besonderes Maß an Individualität greift man erst gar nicht auf vorgefertigte Möbel zurück, sondern legt selbst Hand an. Mit Weinkisten lassen sich Regale bauen, aus Ästen Kleiderstangen und aus Paletten ganze Sofalandschaften. Statt Blumenbänke oder Beistelltische dienen Bücherstapel.
Ansonsten eignen sich vor allem wirkungsvolle Einzelstücke wie extravagante Pfauensessel oder die heiß geliebte Küchenvitrine aus Omas Zeiten. Diese Schmuckstücke bilden Akzentpunkte, um die sich mühelos Dekoelemente platzieren lassen. Persönliche Erinnerungsstücke, Souvenirs aus dem letzten Urlaub oder Bilder sorgen für die persönliche Note.

Für eine gute Portion Gemütlichkeit sorgen Teppiche und Kissen. Hier gilt: Mehr ist mehr. Man darf mutig sein und Farben und Muster mischen. Als Paradebeispiel für die eklektizistische Wohneinrichtung gilt der Hippiestil der 60er- und 70er-Jahre. Nordische Lammfelle vor orientalischen Sitzecken, Buddhafiguren auf amerikanischen Diner-Möbeln und alte Überseekoffer wurden mit marokkanischem Tongut gefüllt. Unkonventionell und persönlich sollte es sein und dabei den Flair der weiten Welt versprühen, eine Prise Freiheit eben. Und das mögen wir doch heute auch noch.

-Julia von Kalkofen-

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