Thigh Gap – Wie mache ich meinen Körper zum Accessoire?

Thigh Gap – Wie mache ich meinen Körper zum Accessoire?
Begriffe wie „Thigh Gap“ oder „Bikini Bridge“ sind aus Teenie Foren nicht mehr wegzudenken und beeinflussen junge Mädchen in ihrem Bild vom eigenen Körper. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Ist es einfach nur ein harmloser Trend, über den man kopfschüttelnd hinwegschauen kann oder sollte man die ungesunde Form des Körperkultes ernst nehmen und versuchen aufzuklären?

Wenn man auf Instagram „Thigh Gap“ eingibt, erschlagen einen die Bilder von dünnen Mädchen, die in knappen Outfits ihre Beine präsentieren und sich stolz damit brüsten, dass auch sie eine Thigh Gap besitzen. Man findet häufig anerkennende Kommentare wie „Perfection“ oder „Great“.

Mit diesem Begriff wird eine Lücke zwischen den Beinen bezeichnet. Das heißt, die Oberschenkelinnenseiten liegen im Stehen nicht aneinander an. Dieser neue Trend, welcher vor allem in den USA Fuß fassen konnte, sorgt für Furore unter jungen Mädchen und ist auch in Deutschland angekommen. Populär wurde die Thigh Gap vor allem durch einen Twitter Account den jemand über die Oberschenkellücke von Cara Delevingne angelegt hat. Viele versuchen dieses ungesunde Schönheitsideal nachzuahmen und zu erreichen. Allerdings ist es nicht in allen Fällen möglich, sich diese Lücke anzutrainieren oder sich so weit runter zu hungern. Das liegt vor allem an der Beckenstellung, aber auch sehr trainierte Frauen würden Schwierigkeiten haben, sich dieses „Accessoire“ zuzulegen.

Auf ähnliche Weise wird auch die „Bikini Bridge“ zelebriert, die ebenfalls beweisen soll, wie dünn man ist. Hierbei darf das Bikinihöschen den Bauch nicht berühren und nur an den Hüftknochen anliegen. Allerdings ist dieser Begriff von Hackern bewusst in Umlauf gebracht geworden, die damit beweisen wollten, wie schnell sich eine solche ungesunde Binsenweisheit ausbreitet und Wellen schlagen kann.

In beiden Fällen wird der Körper auf ein niedriges Gewicht heruntergehungert. Wer sich diesem Trend anschließt, findet im Internet schnell ominöse Bloggern, die ihren Weg zur Thigh Gap anpreisen oder bekommt von anderen Anhängern ungesunde Tipps, die Erfolge versprechen sollen. Hungerkuren sind normal und meist wird der Trend auch mit Magersucht in Bezug gesetzt.

Der Hashtag „Thighgaps“ gehört mittlerweile zu den Begriffen auf Instagram, vor denen gewarnt wird und bei denen man zunächst extra zustimmen muss, um sich die dazugehörigen Bilder anzugucken. Man kann sagen, dass dieser Trend junge Mädchen unter Druck setzt um sich einem ungesunden Schönheitsideal zu unterwerfen. Hungerkuren, Training bis zur Erschöpfung und andere Maßnahmen um dieses zu erreichen sind nicht gesund. Auch kann dies ein Einstieg in die Magersucht sein und dementsprechend muss davor gewarnt werden.

 

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