Stress und Hektik aus dem eigenen Leben verbannen

Stress und Hektik aus dem eigenen Leben verbannen
Der Mensch beschäftigt sich zu einem guten Viertel in seinen aktiven Stunden des Tages mit irrelevanten Aspekten. Gar nicht einmal so einfach erkenntlich, bedarf es mitunter der nachfolgend aufgeführten Konfrontation mit diesen Zeitdieben – um den schleichenden Zeitverlust an jedem einzelnen Tag in seinem Leben bewusst zu erkennen und für sich mehr Zeit und Ruhe zu finden.

Stress ist nicht gleich Stress Positiver Stress lässt den Menschen produktiver, motivierter wie auch glücklicher leben. Hingegen kann sein negatives Pendant zu Unwohlsein und in schlimmen Fällen zu Krankheiten führen. Dabei ist das Empfinden von Stress persönlich unterschiedlich. Mitunter können volle Terminkalender und viele Feiern anders wahrgenommen werden wie ein Vortrag oder wenig Schlaf. Ob als Einzelkämpfer, ausgeglichener Ruhepol oder hilfsbereiter Kollegentyp lauern aber an jedem Tag einige Stressoren, welche mit sehr einfachen Mitteln vermieden werden können. Neben der physischen Rücksicht auf den eigenen Körper, der psychischen Einstellung zu jeder Situation und dem sozialen Aspekt des Umgangs mit Anderen in diesen Notlagen kann der Alltag um einiges stressfreier gestaltet werden.

Der Kampf gegen die Routine Die Demotivation erreicht jeden Arbeitsnehmer nach einigen Wochen Arbeit – wenn die Tage von Montag bis Freitag einfach immer gleich geschehen und sich die Arbeitsberge wegen unzähliger Änderungen häufen. Im schlimmsten Fall sollte sich der Arbeitnehmer nach einem Job umschauen, in dem er nicht so ausgebeutet wird, jedoch sind viele Menschen nur durch einen fehlenden Ausgleich im Privaten überlastet und mit einem nährenden Frust gespeist. Um der benötigten Abwechslung ein gelungener Gastgeber zu sein, empfiehlt sich daher ein Ausbruch aus dem regelmäßigen Trott der Arbeitswoche. Was am Wochenende mit Ausflügen in die Gegend, Kontakten zu Freunden oder einem Abendessen zu Zweit möglich ist, kann auch an einem Dienstag oder Mittwoch realisiert werden. Mit einem geplanten Termin in der Freizeit, einem gemütlichen Ausklang fernab der eigenen vier Wände, kann dies spielend einfach genossen werden – und es bewirkt Wunder im eigenen Energiehaushalt.

Hierbei ist natürlich anzuführen, dass diese Ausflüchte aus dem Alltag außer der Option Sportgemeinschaft an einem festen Trainingstag auch innerhalb der Woche variieren dürfen – komplett einer zu erwartenden Routine entgegen. Ab und zu darf der Mensch gern einmal auf Singletasking umschalten. Die Zähne und Badkacheln gleichzeitig zu putzen oder mit dem Frühstücksbrot im Mund den Haushalt zu erledigen, kann für die innere Ruhe nicht förderlich sein – zudem wird die nachgewiesene höhere Fehlerquote bei Multitasking mit anspruchsvollen Aufgaben vermieden. Diesbezüglich muss Niemand auf die Bügeleinheit vor laufendem Fernseher verzichten – hier ist lediglich eine Verschleppung der reinen Arbeitszeit einzuplanen. Und mit ein wenig Zeit wird das bewusste Leben, die gesteigerte Aufmerksamkeit hinsichtlich spezieller Punkte im Arbeitsalltag sowie das konstante Bewältigen der anstehenden Aufgaben zu einem erfolgreichen wie auch entspannten Tagesverlauf führen.

Die Fallen der modernen Technik Mobile Entertainment und nahezu jede Information über alle Themen stellt das Internet dem Nutzer zur Verfügung. Die Frage, ob drei soziale Netzwerke, Onlineclubs für Shopping und Businessmodalitäten sowie vier Mailaccounts nötig sind, sollte des Weiteren von jedem Einzelnen beantwortet werden. Und wenn nicht ein konsequentes Nein folgen sollte, bietet sich eine zeitweise Inaktivität auf diesen Kanälen als pragmatische Lösung an. Denn wenn der zehnte Blick auf das eigene Profil nicht mit einer neuen Information belohnt wird, steigt nicht nur der Frust diesbezüglich, sondern auch der Druck aller noch anstehenden Projekte auf die mittlerweile um einige Intervalle geminderte Restbearbeitungszeit. Wenn man sich einmal vor Augen führt, wenn man die Verbindung zum Internet für welche Zwecke nutzt, werden schnell falsche Prioritäten erkennbar.

Bei einem Blick auf eine kleine Reserve lässt den Verlauf des Browser schnell in komplett andere und irrelevante Welten abdriften – natürlich können dies interessante Informationen sein, aber sind diese in dem Moment wirklich nützlich und für den Rest des Tages relevant. Zudem lässt sich für diese – meist privat anzurechnenden – mobilen Auszeiten ein festes Zeitfenster finden. So legt der Arbeitnehmer eine Stunde oder einen Rahmen am Wochenende für allgemeingültige Informationsrecherchen beziehungsweise auch das Zocken für Onlinegames fest. Hierbei überkommt ihm erstens nicht das Gefühl des Verzichts und zweitens ein gutes Gefühl von Bildung im politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Sektor. Oft geschieht es, dass das eigene Telefon aufgrund von Neuigkeiten auf dem Facebookprofil oder eingehender Mails zu piepen oder zu klingeln anfängt. Selbstredend ist mit diesem Signalzeichen der Ablenkung von den wichtigen Dingen des Alltags geholfen und der Blick zu dem Portal oder Account geebnet – wobei die Abschweifung aufgrund der Inhaltsleere dieser scheinbaren Informationen meist durch das Wörtchen „bloß“ begleitet wird – schade, schon wieder ein Zeitdiebstahl und Hektikgarant.

Auf dem Rückzug zu sich selbst Als wunderbares Mittel der Aufladung des eigenen Energiespeichers bietet sich dem Stress geplagten Menschen der Rückzug in eine individuelle Nische an. Dies bedeutet im beruflichen Sinn die Unerreichbarkeit während der Arbeitszeit zur Bewältigung einer großen Aufgabe beziehungsweise das freiwillige Einschließen in seinem Büro, um ein Projekt ungestört beenden zu können. Ohne Ablenkung und vor allem mit dem Verweis auf Arbeitskollegen kann auf diesem Wege ein äußerst produktives Ergebnis geschaffen werden – und dies effektiv wie effizient. Im Privaten kann die Belastung durch absolvierten Arbeitsalltag, Haushalt sowie andere Verpflichtungen gleichfalls nach einem strategischen Rückzug verlangen. In diesem Fall werden die Mitbewohner oder Familienmitglieder die Stunde Verzicht gern in Kauf nehmen, wenn ein motivierter, gut gelaunter und entspannter Mitmensch in Folge auf sie wartet.

Und schon kann ein Kapitel in der Lieblingslektüre, ein Wellnessbad in der eigenen Wanne, vielleicht auch ein Treffen mit der besten Freundin, zu einem Ausgleich führen, welcher allen Beteiligten hilft und dem Genießer seinen Stress nimmt. In solchen Momenten – vor allem wenn sie sich nicht allzu ausgiebig präsentieren – kann der Betroffene durch das Schließen seiner Augen eine Basis der Ruhe und Gelassenheit finden. In Kombination mit dem bekannten tiefen, drei- oder mehrmaligen, Durchatmen kann ein Grundstock an Ruhe zurückgeholt werden und von allem Stressigen abgeschworen werden. Auch das Aufzählen verschiedener sichtbarer Gegenstände, haptischer Empfindungen oder akustischer Genüsse kann den Geplagten schnell aus diesem teuflischen Kreislauf herausholen. So nimmt man sich zehn Zahlen oder Objekte im Raum vor und erkennt beim Benennen, ob man konzentriert dabei bleibt oder sich schnell ablenken lässt. Im Idealfall wird dieses Procedere bei ausreichend Spielraum so lange durchgegangen, bis keine Ablenkung die Oberhand gewinnt – erfahrungsgemäß wird man – in der Hektikschleife befindlich – einige Anläufe benötigen.

Die eigene Einstellung kann über den Stresslevel entscheiden Viele sehen tagtäglich einen Haufen an Aufgaben auf sich zukommen. Mit einem optimistischen Start in jedes noch so kleines Projekt kann das innere Gleichgewicht länger beibehalten werden. Setzt man sich zudem noch realistisch erreichbare Ziele kann die befürchtete Hektik und der daraus resultierende Stress tatsächlich sehr klein gehalten werden. Zudem hilft in vielen Konflikten eine offene Aussprache sowie ein kollegiales Vertrauen. Dieses Bewusstsein für die beruflichen Arbeitsberge lässt sich nun auch auf das private Leben adaptieren. Zusätzlich kann eine ausgeprägte Sozialkompetenz in vielen Fällen zusätzlichen Stress absenken. Doch viele machen sich gar keine Gedanken, dass die einfordernde, aggressive Grundhaltung des Abteilungsleiters einen ganz anderen Grund als den Betroffenen selber hat.

Vielleicht hat diese Person selbst noch nicht herausgefunden, wie sie ihr Stresslevel herabsenkt und sieht sich durch private und berufliche Verantwortungen nur noch marternden Aufgaben ausgesetzt. Es zeigt sich somit, dass ein gesunder Abstand zu manchen Situationen ein stress senkendes Mittel ist. Des Weiteren schenken Belohnungen ein enormes Potenzial an Sicherheit und vermindern damit als einfache Maßnahme aufkommende Unruhe. Dies kann durch den Chef beziehungsweise Kollegen, aber auch in kleinen Etappen mit stolzen Bekennungen durch einen selbst erfolgen. Zudem können das Austeilen von Komplimenten und die Vergabe eines Lobs an die Mitmenschen im Privat- wie Arbeitsbereich als Reaktion die erwiderte Bestätigung im selben wie in einem anderen Fall nach sich ziehen. Man sieht recht einfach, dass die individuelle Einstellung zu jeder Situation eine gewisse Folge bringt und in Abhängigkeit zum Miteinander den Stress beeinflussen kann.

Kleine Schritte mit großer Wirkung Um dem angestauten Druck Herr zu werden, dienen kleine Auszeiten in Sport und Hobby für so manchen Ausgleich und liefern dabei beachtlich Energie. Deshalb sollte man stets auf seinen Körper hören, die entsprechenden Pausen einplanen und eine ausgewogene Ernährung in seinen Tagesablauf einkalkulieren. Als weiterer Schutzwall gegenüber der Armee an Stress- und Hektikfaktoren steht einem stets eine intakte Beziehung zur Seite. In solchen Situationen fungiert diese als Ruhepol sowie Ausgleichsgarant und kann nicht nur in der eigenen Partnerschaft, sondern auch in der besten Freundschaft gefunden werden. Und damit die Bürde von wichtigen Entscheidungen, einem vollen Terminplaner oder einer intensiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema nicht zur Qual wird, darf man sich gern an dem roten Faden der emotionalen Intelligenz entlang schlängeln und dank des eigenen Bauchgefühls die richtige Fährte zu Beruhigung und Sicherheit einschlagen.

 

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