Low Carb – sinnvoll oder nur nutzloser Trend?

Low Carb – sinnvoll oder nur nutzloser Trend?
Regelmäßig stößt man im Fernsehen, Internet oder in Zeitschriften auf den Begriff „Low Carb“. Doch was ist das eigentlich für eine Ernährung, die vor allem durch Stars wie Heidi Klum oder Jennifer Aniston berühmt wurde?

Low Carb Basics
Der Begriff „Low Carb“ stammt aus dem englischen und bedeutet so viel wie „niedrige/wenig Kohlenhydrate“. Es gibt eine Reihe verschiedener Low Carb Diäten, die sich vor allem in der Menge der aufgenommenen Kohlenhydrate unterscheiden. Bei solchen Diäten können die Kohlenhydrate gering, aber auch stark vermindert werden. Ein Beispiel für die drastische Reduzierung der Kohlenhydrate ist die Atkins Diät. Hierbei wird auf eine erhöhte Aufnahme von Proteinen und Fetten geachtet, sodass der Körper eine alternative Energiequelle nutzen kann.
Kohlenhydrate können vom Körper einfacher verwertet werden. Somit gelten sie im Vergleich zu Fetten als schnellerer Energielieferant. Aus diesem Grund verwertet der Körper zunächst die aufgenommenen Kohlenhydrate und die mit aufgenommen Fette werden zunächst nicht verwertet, sondern meistens als Energiereserven in Form von Fettpolstern eingelagert. Durch eine geringere Aufnahme von Kohlenhydraten kann der Körper in einen Stoffwechselzustand namens Ketose gelangen. In diesem Zustand wird dann aufgrund der fehlenden Kohlenhydrate der Abbau dieser Polster angekurbelt. Durch den Abbau der Fettreserven kann ein Gewichtsverlust zustande kommen.

Do’s and Dont‘s
Wie es der Name schon verrät, wird der Konsum von Kohlenhydraten eingeschränkt oder bei manchen Formen der Diät sogar fast komplett darauf verzichtet. Ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate ist schwierig, da in den meisten Nahrungsmitteln ein sehr geringer Anteil vorhanden ist. Die Hauptbestandteile der Ernährung sind Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse, Milchprodukte oder Nüsse. Diese Nahrungsmittel sind teilweise sehr fett- oder eiweißhaltig. Durch diese Art der Ernährung wird zumeist eine Abnahme von Muskeln verhindert, aus welchem Grund auch viele Sportler in manchen Phasen ihres Trainings zu einer ähnlichen Ernährung greifen. Zu vermeiden sind Nahrungsmittel wie sehr kohlenhydrathaltige Früchte, süße Getränke, getreidehaltige Nahrungsmittel, Kartoffeln und Zucker. Diese kommen häufig in der westlichen Ernährung vor, da sich diese aus etwa 50% Kohlenhydraten, 30% Fetten und 20% Proteinen zusammensetzt.

Pro und Contra
Zu Beginn der Ernährungsumstellung können vor allem Müdigkeit, Energielosigkeit oder Kopfschmerzen auftreten, was mit der neuen Nahrungsaufnahme zusammenhängt, auf die sich der Körper einstellen muss. Auch kann es zu Stimmungstiefs oder Heißhunger auf Kartoffel, Brot oder ähnliches kommen. Meistens verschwinden diese Symptome allerdings nach etwa 7-14 Tagen wieder. Wenn diese ersten ein bis zwei Wochen schließlich überwunden sind, wird allgemein festgestellt, dass man sich fitter und entspannter fühlt. Die Sensibilität für süßen Geschmack kann sich ausprägen. In Verbindung mit Sporteinheiten ist auch eine Gewichtsreduktion durch diese Ernährung möglich.

Fazit
Die Low Carb Diät hat Vor- und Nachteile. Von Extremformen, wie der Atkins-Diät ist abzuraten. Allerdings kann diese Art der Ernährung sich vor allem für Menschen mit Übergewicht als sinnvoll erweisen. Durch eine Umstellung der Ernährung kann man viel darüber lernen und sich damit auseinander setzen, was der Körper braucht und was nicht.

Anna de Bruin

 

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