Ice Bucket Challange – Die ganze Wahrheit

Ice Bucket Challange – Die ganze Wahrheit
Es ist eine der erfolgreichsten Spendenaktionen im Netz. Die Ice Bucket Challange. Man nehme einen Eiswassereimer und schüttet ihn sich über den Kopf und filmt das dabei auch noch. Das ganze geschieht eigentlich nur um auf die Nervenkrankheit ALS  aufmerksam zu machen und um Spendengelder für die Stiftungen zu sammeln. Doch wer hat die „Ice Bucket Challenge“ ins Leben gerufen und was steckt wirklich dahinter?

ALS (= Amyotrophe Lateralsklerose) gilt als seltene Nervenkrankheit und bekam bis zu diesem Jahr 2014 auch nicht so viel Aufmerksamkeit wie andere Krankheiten, beispielsweise HIV. Öffentliche Aufmerksamkeit erlangte ALS das erste Mal  als der Baseballprofi Lou Gehrig daran erkrankte. Dieser starb 1941 an den Folgen. Doch soviel Aufmerksamkeit wie jetzt gab es noch nie.

Corey Griffin ist der Miterfinder der Challenge.  Sein langjähriger Freund Pete Frete, der ebenfalls Baseball-Star ist,  bekam vor knapp 2 Jahren die Diagnose der Krankheit. Daraufhin wurde die Stiftung „Pete Frates Fund“ gegründet. Der Bruder von Pete lud das erste Video hoch indem er sich einen Eiswasserkübel über seinen Kopf schüttete. Der Zweck dieser Aktion war es auf die Krankheit aufmerksam zu machen und Gelder für die Erforschung der Krankheit zu sammeln. Corey arbeite sehr hart um das ganze im Internet und auf öffentlichen Veranstaltungen zu verbreiten. Leider verstarb er bei einem Badeunfall vor geraumer Zeit mit gerade einmal 27 Jahren.

Dennoch hatte seine Arbeit Erfolg, denn plötzlich war es der Hype im Netz und jeder nominierte jeden und rief zum Spenden auf. Stars wie Jennifer Lopez, Lady Gaga, Christiano Ronaldo oder der Erfinder von Facebook Mark Zuckerburg schütteten sich Eiswasser über den Kopf und spendeten gleichzeitig. Laut ALS-Organisationen wurden  innerhalb der ersten 3 Wochen ca. 30 Millionen Dollar in den USA an Spendengeldern zusammengetragen. Mittlerweile beträgt die Summe rund 70 Millionen Dollar in den USA und auch in Deutschland sind weit über 200 Spenden eingegangen.

Doch was ist ALS jetzt genau. Eine Nervenkrankheit, welche Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark angreift.  Wichtige Zellen, die elektrische Impulse vom Gehirn in die Muskeln leitet, sterben ab  und es kommt zu spastischen Lähmungen. Da keine Befehle mehr an die Muskeln geleitet werden können kommt es zudem zu Muskelschwund bis hin zu Ganzkörperlähmungen und letztendlich zum Herzausfall. Viele Betroffene versuchen es mit einer Therapie, welche derzeit aber nur sporadisch Erfolge erzielt. Und auch die dazugehörigen Tabletten sind finanziell kaum tragbar, ein Grund warum die Krankheit noch dringender intensiv erforscht werden muss! Die Lebenserwartung nach der Diagnose liegt bei 3-5 Jahren.  In den USA sind  es ca. 30.000 Menschen und in Deutschland 6000 – 7000 Menschen die an Amyotrophe Lateralsklerose erkrankt sind. Pro Jahr sterben an der Krankheit ein bis  drei Personen.

Soviel Zuspruch diese Challenge auch bekommt umso umstrittener ist sie in den Medien. Man muss bedenken, dass es auch schon 2-3 bekannte Todesfälle gibt bei Menschen, die an der Challenge teilgenommen haben. Und auch Tierversuche werden letztendlich den Stiftungen nun in den Nacken gelegt. Belegen konnte man die Tierversuche zu 100% noch nicht. Fakt ist aber dass es Hoffnung für die Betroffenen gibt bzw. dass das Gebiet durch die gesammelten Gelder besser erforscht werden kann. Ob es auch bei anderen Spendenaktionen mit Challenges möglich wäre  ist zurzeit noch in Planung und Konzeptionierung. Man darf also auf die nächste verrückte Idee gespannt sein.

 

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