Einfache Methoden, um Stressfaktoren aus dem Alltag zu nehmen

Einfache Methoden, um Stressfaktoren aus dem Alltag zu nehmen
An jedem neuen Morgen wünscht man sich mehr als die üblich zur Verfügung stehenden 24 Stunden für den bevorstehenden Tag. Auch wenn dieser Wunsch fernab der speziellen Zeitumstellung zur Winterzeit nicht erfüllt werden kann, offerieren die nachstehenden Kapitel einfache Methoden sowie Maßnahmen, um sich dem alltäglichen Stress erfolgreich mit breiter Brust entgegenzustellen.

Bereits am frühen Morgen zeigen, wer den Tag beherrscht
Soll die Beseitigung des Stresses am Tag doch gleich zu Beginn betrachtet werden. Wie wäre es, wenn der Wecker einfach ein wenig zeitiger gestellt werden würde. Natürlich kann nicht Jeder eine Stunde vorher als geplant erwachen – aber eine halbe Stunde ist schon der kleine Anfang von einem besseren Morgen. Hierbei hat der Morgenmuffel zum einen mehr Zeit, sich auf den anklopfenden Tag zu gewöhnen, zum anderen bietet das vorgeschobene Aufstehen viel mehr Flexibilität bei den morgendlichen Aufgaben. Insbesondere in einer Wohnungsgemeinschaft beziehungsweise in der Familienwohnung müssen das Bad, der Flur und die Küche somit nicht mehr zur selben Zeit in Anspruch genommen werden – der erste Ärger und Zeitstress ist mit einem einfachen Mittel umgangen. Des Weiteren bietet dieser Freiraum beim Frühstück in Gemeinschaft sowie der entspannten Vorbereitung der Essenspakete, Füllung der Aktentasche oder dem Zurechtmachen für den anstehenden Auftritt in der Öffentlichkeit genügend Optionen. Als Folge dessen wird dem ausgeglichenen Morgenfreund ebenso genügend Zeit für den Weg zur Bahn oder zum eigenen Kfz an die Seite gestellt, sodass das hektische Anziehen im Treppenhaus und das Rennen nach der Bahn entfallen können. Auf dem Weg zur Arbeitsstätte bleibt nun auch noch genügend Spielraum, um eine Haltestelle vorher auszusteigen und ein wenig an der frischen Luft spazieren zu gehen oder nach dem Abstellen des Pkws auf dem Parkplatz die am Personaleingang zur Verfügung gestellte Bank mit einem zweiten Frühstück in Anspruch zu nehmen – und den freundlichen Kontakt zu den Kollegen zu suchen beziehungsweise innerlich über die hektisch anrennenden Mitarbeiter zu schmunzeln – noch fehlt von der eigenen Hektik jede Spur. Diese ersten Entladungsventile helfen bei der Ausbrechung sekündlich getakteter Routine – ebenso die Nutzung einer möglichen Gleitzeitregelung.

Den Stressaufbau systematisch unterbrechen
In den meisten Firmen ist der ganztägige Genuss von Kaffee zur scheinbaren Motivation erlaubt. Aber anstatt den Kaffeepott ständig zu füllen und neben die Tastatur zu stellen, kann er ebenso als besonderer Luxus warten. Erst einmal vermeidet man damit die Gefahr eines technischen Unfalls durch Flüssigkeiten im elektronischen Kreislauf, zudem kann man sich auf eine Auszeit freuen – der zweite wichtige Punkt für ein stressfreies und produktives Arbeiten. Kein Projekt verdient die pausenlose Beobachtung durch den bearbeitenden Kollegen, es wird sich regelrecht belästigt fühlen und den Arbeiter mit der Zeit den Zugang verweigern. Natürlich liegt das eher bei der Auffassungsgabe des Menschen, weil er sich eben nicht vier Stunden am Stück auf nur eine Sache konzentrieren kann. Daher sollte man stets kleine Unterbrechungen willkommen heißen und eine Kaffeepause auch als Pause ansehen. Bei dieser Umsetzung empfiehlt sich zudem ein anderer Ort, sodass Aufenthaltszimmer, kleine Firmenküchen oder der vereinbarte Besuch eines Kollegen in seinem Zimmer frohlocken. Es mag merkwürdig klingen, aber diese kleinen Unterbrechungen werden die Effektivität in Bezug auf die Arbeitsergebnisse steigern und dem Mitarbeiter selbst das Gefühl von etwas mehr Freiheit vermitteln. Und mit diesem Empfinden ist der Motivation geholfen und der Stresspermanenz entgegengewirkt.

Des Weiteren empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen mit Frischluft zu beglücken. Insbesondere dem Büroarbeitstier kann durch ein paar Züge sauerstoffreicher Luft mehr Energie geschenkt werden. Um diese Unterbrechungen realisieren zu können, bieten sich Botengänge als besonders einfaches Mittel an. Anstatt immer eine Mail an Jemanden zu schicken und dann auf die Antwort zu warten bis endlich dieses Prozedere erneut vonstatten geht, können alle wichtigen und Entscheidungen tragenden Personen ebenfalls direkt aufgesucht werden. Mit dem Gang allein zum Nachbarbüro kann eine Abwechslung im Arbeitsalltag geschaffen und ein wichtiges Gespräch dort vor Ort geführt werden. Natürlich sind Rundmails, Reminder und Ähnliches dennoch effizient, aber es gibt immer einen Kommunikationsweg, welcher der Wichtigste und deshalb im Frage-Antwort-Sende-Warte-Mailkreislauf die Zeit fressende Variante ist. Jeder sollte sich gewiss sein, dass sämtliche Aufgaben länger dauern als man sie zum Beginn der eigentlichen Aufgabe einschätzt – das Eintragen der Datenerfassung, das Zerkleinern alter Dokumente sowie der Gang über den Flur zur Kaffeekanne. Der Mensch sollte daher immer mehr Zeit einplanen, als er denkt zu benötigen – auch beim Einkaufen, dem Heimweg oder bei einer schnellen angenehmen Plauderrunde in der eigentlich nur zehn Minuten andauernden Kaffeepause auf dem Firmendach. Zudem sollten aufwendige, relevante sowie umfangreiche Projekte in den Vormittag gelegt werden, damit genügend Spielraum gegeben ist und eine gewisse Sicherheit vorherrscht.

Die Hälfte des Tages bereits ohne Hektik gemeistert
Zum Mittagessen sollte der klassische Burger, leichte Salat beziehungsweise jedwede andere kulinarische Köstlichkeit nicht am Schreibtisch, sondern an einem anderen Standort als dem Arbeitsplatz genossen werden. Wieder einmal zeigt sich, dass Stress durch veränderte Umgebungen einfacher abgebaut werden kann. Des Weiteren ergeben sich hierbei fest eingeplante Riten für ein harmonisches Kollektiv. Dabei ist natürlich stets abzuwägen, ob die Pause Sinn macht. Wenn gerade ein komplexes Projekt angefangen worden ist, kann eine Mittagsunterbrechung, weil sie immer halb eins genommen wird, auch schädlich sein. In diesem Fall benötigt der Arbeitnehmer im Anschluss einen neuen Zugang, welcher sich mit zusätzlicher Zeitinvestition erarbeitet werden darf. Nur schnell die letzten Zeilen schreiben, die Akten ordnen oder das Telefonat führen, können Initiatoren für selbst erschafften Stress sein – weil die Planung schon feststeht und lediglich sieben Minuten dafür eingeplant werden. In diesem Fall ist es klug, vor einer angesetzten Auszeit einzuschätzen, ob der bevorstehende Arbeitsgang überhaupt in diesem Intervall integriert werden kann. Wenn es schwierig sein sollte, beides zu vereinen, empfiehlt sich die Wahl auf eine vorgezogenen Pause oder eine Unterbrechung nach dem jeweiligen Schritt. Während dieser Mittagspause können zudem Ungereimtheiten zwischen zwei Personen beim gemeinsamen Verspeisen einer saftigen Delikatesse schnell und effektiv beseitigt werden.

Mit der Sicht auf die Freizeit entspannen
Bei guter Zeiteinteilung kann der Nachmittag mit sehr vielen bereits erlebten Fortschritten und Erfolgen triumphal genossen werden. Mit diesen inneren Haken hinter wichtigen und umfangreichen Aufgaben beschwingt der Arbeitnehmer sich selbst. Der Dienstschluss rückt näher und dennoch gerät der Arbeitnehmer in eine Arbeitsfalle. Sehr oft bleibt er dann einfach länger, weil ihn kleine Zusatzarbeiten, Telefonate zum Ende der Arbeitszeit sowie kleine Hilfsgesuche von Kollegen fesseln. Dies ist ab und zu natürlich im Sinn der Kollegialität, kann aber in Beständigkeit zu Frust bezüglich der erkennbar kürzeren Freizeit führen – und bevor man sich versieht, ist es schon wieder sechs Uhr abends, es muss noch eingekauft werden, die Hausaufgaben der Kinder warten und irgendwie möchte man schließlich auch ein paar Minuten außerhalb der gemeinsamen Bettruhe mit dem Partner erleben.

Aus diesem Grund empfiehlt sich die konsequente Verschiebung solcher Probleme beziehungsweise Anfragen auf den Zeitpuffer des nächsten Tages. Ansonsten kann die Verzweiflung auch in Form von Freizeitausgleichen gemindert werden, sodass ein zeitiger Nachmittag oder auch ein Dienstschluss nach dem Mittagessen für anfallende Aufgaben oder die benötigte Ruhe sorgen können. Und in einer der genommenen Pausen lässt sich im geeigneten Moment auch einmal der Schreibtisch säubern – aber nicht vom Staub, sondern der vielen Post, den kleinen Gegenständen und den zusätzlichen privaten Accessoires, welche den Blick eher auf sich als auf die Arbeit schweifen lassen.

Im Endspurt des Tages der Hektik entrinnen
Ganz klar gilt es hier den Ärger vom Tag nicht mit nach Hause zu nehmen. Der Partner beziehungsweise Freunde sowie Kinder sollten sich dem Frust, welcher sich auf der Arbeit angestaut haben könnte, niemals ausgesetzt sehen. So gilt es professionell Berufliches von Privatem zu trennen – wobei es in bestimmten Situationen auch nicht schadet, die starke Schulter oder das verständnisvolle Vertrauen des Lebenspartners zu suchen. Zudem wird der Stress am Abend ganz einfach mindestens halbiert, wenn alle Aufgaben im Haushalt und im weiteren Umfeld gemeinsam abgearbeitet werden. Jeder hat mehr Zeit, wenn ein Anderer einen Teil der Arbeit abnimmt – das ist keine hohe Mathematik. Da dies variiert und nicht jeden Tag alle Aufgaben warten, sollten bei diesem Konzept wirklich alle Familienangehörige oder WG-Mitbewohner für das Putzen, Kochen, Müllwegschaffen oder die kleinen Dinge wie Gießen, Wäsche waschen oder Geschirrspülen einbezogen werden. So kann auch der Jüngste den Geschirrspüler einräumen oder der Papa den Tisch decken. Zudem obliegt hierbei eine sehr demokratische Wahl der Übertragung separater Lieblingsaufgaben – mit freiwilligem Einsatz können hierbei die personifiziert guten Aufgaben gesichert werden, sodass der männliche Vertreter des Hauses nicht unbedingt bügeln muss – wenn er nicht will. Des Weiteren darf man sich am Abend – und nicht nur dann – auch einmal Zeit nehmen. Manche vermeintlich dringenden Aufgaben müssen nicht unbedingt zu der aktuellen Zeit umgesetzt werden, wenn der Mitbewohner oder Lebenspartner einmal etwas mitzuteilen hat. Und auch hier hilft Zeitmanagement für einen stressfreien Abendverlauf.

Dann kommen die Kleinen mit einer Spielstunde von sechs bis sieben gut weg, der Hausputz wird alsbald erledigt und ab acht ist sowieso die Zeit für das eigene Wohl – und in manchen Fällen ist dies auch zum Wohle des Anderen in trauter Zweisamkeit bei einem Glas Rotwein und was da alles noch folgt. Jetzt ist es nur noch überlegenswert, ob wirklich jede Serie im Fernsehen geschaut werden muss oder ob diese aktive gemeinsame Zeit mit einem Gesellschaftsspiel, einer anregenden Diskussion oder dem Lesen eines Buches nicht viel mehr Wert offenbart, als die vier aufeinander folgenden stündlichen Crime-Specials. Mit dem Einhalten eines regelmäßigen Zubettgehens kann der eigene Körper sich konstant auf einen Rhythmus einstellen und bei ausreichendem Schlaf trotz vorgezogener Weckzeit die benötigten Reserven für einen schwungvollen Start in den neuen Tag zur Verfügung stellen – ein neuer Tag, erneut ohne Hektik.

 

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